Who is Who der Ärzte | Hilfe

Beschäftigungsverbot bei Schwangeren: Arbeitsplatzbeurteilung ist Aufgabe des Arbeitgebers
... Es gab mal im Nieders. Ärzteblatt 'nen ganz guten Artikel zum Beschäftigungsverbot, aus dem auch für die Patientinnen sehr gut zu ersehen ist (halte ich ihnen bei Bedarf unter die Nase), daß die Arbeitsplatzbeurteilung Aufgabe des Arbeitgebers (ggf. nach Info durch Betriebsarzt oder Gewerbeaufsichtsamt) und nicht des Gynies ist...

Mamma-Ca: Bei einem 1b treten schon in mehr als 2,5 Prozent der Fälle Skip-Metastasen auf
... Wer bei einem 1b keine Lokaltherapie wollte, daher gerne die 25 Prozent-Rezidivquote in Kauf nimmt, wird auch kaum empfänglich für einem weiteren Vorschlag mit medizinisch korrektem Hintergrund sein; oder? Korrekt wäre damals schon gewesen Radiatio, ggf. Tam/Zoladex und je nach Her2-Neu auch noch Herceptin.

Bei meiner Frau würde ich sogar jetzt schon Zometa 2x/Jahr geben, rein als direkt Antitumorzell-wirksames Medikament...

Dass Fertilität erst nach der 40 abnimmt, ist ein fataler Irrglaube
... Gynäkologisch gesund, das hört man öfter. Dann findet sich doch ein Tubenverschluss, eine Endometriose, eine fehlende Ovulation... Die normale Untersuchung mit Pap-Abstrich und vielleicht noch Sono reicht halt nicht für eine solche Aussage, wenn es um den ausbleibenden KIndersegen geht...

Bei HPV-Viren kann eine Impfung das Immunsystem ankurbeln
... Da bei HPV-Viren aufgrund der Lokalisation im Bereich der basalen Epidermis das Immunsystem nicht so maximal mit der Infektion beschäftigt ist, kann es aus meiner Sicht im Einzelfall hilfreich sein, eine Impfung zur Aktivierung des Immunsystemes in diese Richtung zu machen. Auch Zink aktiviert ja...

Untersuchungen zur Tauchtauglichkeit: Erstmal eine ausführliche Anamnese machen
... Statt die Maschinen brummen zu lassen, sollten Sie zunächst einmal eine ausführliche Anamnese gemacht haben. Nach diesen Angaben und dem Alter des Patienten steht zunächst die Ganzkörperuntersuchung, der HNO-Status, das EKG und die LUFU unter 40 an und darüber noch das Belastungs-EKG. Bei jedem Taucher alles zu machen, ist nicht wirtschaftlich, und was das Röntgen betrifft: unnötige Strahlenbelastung. Hilfreich ist der...

Neuralgie: Lyrica hat meist geringere Nebenwirkungen als Gabapentin
... Ich setzte Lyrica gern ein, da es in der Schmerztherapie relativ gut wirkt und allein oder in Kombination mit Carbamazepin hilfreich sein kann. Die Nebenwirkungen sind meist deutlich geringer als beim Gabapentin. Wenn es erst generisch ist, wird es bestimmt zur Standardtherapie von Neuralgien ernannt.

Die antikonvulsive Wirkung kann ich auch nicht einschätzen, in der Epilepsietherapie scheint das Präparat keinen Fuß gefasst zu haben, obwohl die Firma immer mit guten Ergebnissen wirbt. Als deutliche "Neben"Wirkung ist oft...

Melanom-Nachsorge: Wenn serologische Kontrollen, dann mit der richtigen Schlussfolgerung
...Wenn ich es richtig verstehe, haben Sie einen Melanom-Patienten in der Nachsorge im Stadium II, der 9 Jahre nach der ED plötzlich LDH und S-100 Anstieg zeigt. Wenn man schon die Kontrollen serologisch macht, dann sollte daraus auch eine sinnvolle Schlußfolgerung zu ziehen sein.

Sie haben die Qual der Wahl: Es ist Immer das Problem mit diesen Eierbefunden. Übrigens: So zufällig ist ja der Befund nun wieder auch nicht, denn es sind ja S-100 Kontrollen vorher durchgeführt worden oder? Wie wäre folgender Vorschlag: ...

Leider gibt es keine seriöse Forschung zu Todesfällen durch Aspirin
... Ich habe vor ca fünf Jahren mal in allen Krankenhäuser der Umgebung nachgefragt ( 12 x Anästhesie und Chirurgie ) wie oft z.B. ASS an einer tödlichen Komplikation wesentlich ursächlich war: Ulcus Blutung, postoperative Blutung o.ä. Alle Häuser nannten mir: ca 2-3 mal pro Jahr!! Hochgerechnet wäre damit die Zahl noch größer. Mit den Grippetoten ist es ...

Bei Condylomen in der Schwangerschaft würde ich als Kliniker erstmal abwarten
... Die Rezidivraten sind bei einer chirurgischen Sanierung in der SS sind doch sehr hoch, gerade bei ausgeprägten Befunden im 1. Trimenon. Die Spontanremissionen sind sowohl in der SS, besonders aber post partum hoch...

Panikattacken sehe ich nicht als oligosymptomatische Depression
... Zweifellos, die Komorbidität Angst/Depression ist sehr hoch. Aber ich meine durchaus Pat. zu sehen, die primär nur Panikattacken haben - als eigenständiges Krankheitsbild. Eher im Verlauf dann zusätzlich ständige Anspannung und später dann sekundär depressiv.

Ich sehe eine Panikattacke als schematisch ablaufende Fluchtreaktion (in phylogenetisch alten Hirnregionen verankert, daher i.d.R. jeweils fast identische Symptomatik, egal ob und welcher Auslöser vorhanden ist). Das eigentlich Pathologische ist nicht die Fluchtreaktion. Die sollte jeder haben können, wenn er sie mal braucht - wenn auch hier und heute eher selten der Fall. Das Problem ist...

Condylomata acuminata: Impfung kann nur vor einer Infektion schützen
... Niemand käme auf die Idee, jemanden mit einer chron. Hepatitis B zu impfen. Oder bei einer Influenza kommt die Impfung auch zu spät.

Bei der HPV-Impfung bestehen dennoch große Ungereimtheiten. Warum z. B. besteht die Impfempfehlung nur für das weibliche Geschlecht? (meine Vermutung: Kostengründe). Dann ist noch die Frage zu klären, wie gut die Impfung überhaupt schützt. Da drei Impfungen nötig sind, ist eher von einer geringeren Immuninduktion auszugehen. Bei Varizellen z. B. genügt bereits eine einzige Impfung - die dann nach 10 a aufgefrischt wird.

Offensichtlich hat dieser Patient eine Immunschwäche bezüglich HPV...

Acetylcholinesterasehemmer reduzieren das Risiko von Oberschenkelhalsfrakturen
... Diese recht deutlichen Zahlen könnten - falls sie Verbreitung finden - auch bei Nicht-Nervenärzten ein Wohlwollen für eine Antidementiva-Behandlung hervorrufen. Schließlich ist es nach wie vor so, dass etwa bei der Hälfte der behandelten Alz-Patienten die Antidementiva-Behandlung einen Klinikaufenthalt in der Somatik nicht übersteht. Und es gibt immer noch Hausärzte, die eine begonnene Behandlung wieder beenden mit dem Argument, das bringe ohnehin nichts....

Ausschleichen von Pregabalin: Es kommt auf die Ausgangsdosierung an
... Habe kein festes Schema dazu.

z.B. Absetzen von 2 x 75 mg:
1 Woche 2 x 50 mg, 1 Woche 50 mg abends, dann ab.

Absetzen von 2 x 150 mg:
1 Woche 75-0-150, 1 Woche 2 x 75, dann 0-0-75 und dann noch mal Kontrolle nach 2 weiteren Wochen (kehrt die Zielsymptomatik zurück?)

Dies für Schmerz / Angst.
Bei Epilepsie müsste man es langsamer machen, aber ich habe noch keine Epilepsie mit Pregabalin behandelt.

Magnesium ist unser Anti-Stress-Mineral
... Beispiel Migräneprophylaxe !! ( wenn Stress der Migräne-Trigger ist)

Magnesium ist unser Anti-Stress-Mineral. Je mehr Stress desto mehr Bedarf.

Überdosierung zeigt sich durch dünnen Stuhl bis Durchfall. Die Grenze ist extrem individuell. >> ausprobieren !!

Wenn die Schlafstörungen stressbedingt sind, kann ...

Pregabalin hat keinen antidepressiven Effekt
... Soweit ich es beurteilen kann, hat Pregabalin keinen antidepressiven Effekt. Dagegen hat es einen guten Effekt bei Angststörungen und zumindest einen mäßigen bei chronischen Schmerzen.

Sowohl Ängste als auch chronische Schmerzen führen häufig zu depressiven Symptomen. Angst war hier ein Einschlusskriterium und der chronische Schmerz wird bei vielen alten Patienten auch vorhanden sein. Vielleicht kam es durch Linderung von Angst u. Schmerz sekundär auch zu einer Besserung auf der Depressionsskala.

In vielen Depressionsskalen sind zudem auch Angstsymptome mit drin...

KPU/HPU ist kein erfundenes Krankheitskonzept, sondern eine Krankheitsentität
... Der gemeine Mediziner neigt dazu alles, was er nicht kennt, als Unsinn, Scharlatanerie oder unwissenschaftliche Esoterik abzuqualifizieren.

Dabei ist es in der Medizin gar nicht mehr möglich, allwissend zu sein. Also müssen wir uns bisweilen eingestehen, von manchen Dingen keine Ahnung zu haben, auch wenn es schwer fällt.

Es handelt sich bei der KPU/HPU nicht um ein erfundenes Krankheitskonzept, sondern um eine Krankheitsentität, die in allen europäischen Hochschulen gelehrt wird und dort allen Studenten und Ärzten geläufig ist, komischerweise nur in Deutschland nicht. Das allein sollte zu denken geben.

Als selbst Betroffener, der sich nach 10 Jahren Leidensgeschichte in vergleichsweise irrsinnig kurzer Zeit selbst erfolgreich therapiert hat, nachdem er durch Recherchieren sich mit dem Krankheitsbild beschäftigt hat, glaube ich, ein wenig davon zu verstehen und mitreden zu können.
Ich fasse mal möglichst kurz zusammen:...

Patent für neuen Blasenkarzinommarker angemeldet
... Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Freiburg haben einen neuen Marker identifiziert, der das sogenannte Transitionalzellkarzinom (TCC) der Harnblase nachweisen kann. Bei TCC handelt es sich um die mit zirka 95 Prozent aller Fälle häufigste Form von Blasenkrebs. „Wir konnten zeigen, dass das Protein LASP-1 bei an TCC erkrankten Patienten im Urin nachweisbar ist“, so Prof. Elke Butt-Dörje, kommissarische Leiterin des Instituts für Klinische Biochemie und Pathobiochemie der Universität Würzburg. Das Protein stelle somit einen vielversprechenden Blasenkrebs-Marker da.

„Unser Marker ist deutlich besser als alle anderen Urin-basierten Tumormarker“, ist sich die Wissenschaftlerin sicher. In 85 Prozent aller Fälle habe er den Blasenkrebs sicher vorhergesagt...

Jede Therapie ist letztendlich ein Trial and Error
... Natürlich ist nicht alles, was neu ist, besser. Aber was genau ist die Definition von besser? Nur geringere Mortalität oder auch weniger Nebenwirkungen und mehr Patienten-Zufriedenheit. Es gab und gibt Präparate, die vor der Zulassung schlecht untersucht wurden und solche, die sehr gut untersucht wurden.
In Deutschland können keine verschreibungspflichtigen Arzneimittel auf den Markt kommen, ohne vorher untersucht zu werden. Was ist eigentlich Nutzen?...

Agranulozytose unter Novaminsulfon: Auch bei Patientin von mir
... Nur zur Abwehr der These, dass die Agranulozytose ein Märchen oder eine Art Panikmache darstellt:

Pat. von mir (Sarkoidose in der Vorgeschichte) hatte wegen Schmerzen erstmalig Novaminsulfon erhalten. Kurze Zeit zuvor noch unauffälliges Blutbild. Exakt nach vier Wochen plötzlich schwere hospitalisierende Pneumonie, dort Vollbild einer Agranulozytose, unter GCS-F ...

Exspektatives Vorgehen bei einer HPV-Infektion in der Schwangerschaft
... Wenn man sich für ein exspektatives Vorgehen bei einer HPV-Infektion in der Gravidität entscheidet, dann bitte nicht die Portio-Zytologie und Kolposkopie-Kontrollen vergessen. Bei einer meiner Patientinnen haben sich zwar die vulvären und perianalen Condylomae teilweise zurückgebildet, dafür aber hat sich ein sehr aggressives Collum Carcinom entwickelt. Trotz...

 

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